Wie alles begann

Im Herbst 1984 standen die zwei älteren Kinder von Fern Nichols, einer amerikanischen Mutter, vor dem Eintritt in die Junior Highschool. Fern war sehr bedrückt und voller Sorgen, wenn sie an die neue Welt dachte, die sie nun betreten würden. Die Last, für ihre Söhne vor Gott einzutreten, war so erdrückend, dass ihr ihr Unvermögen, sie alleine tragen zu können, bewusst wurde. Sie rief eine Freundin an, und diese hatte dieselbe Last auf dem Herzen. Bereits in der nächsten Woche saßen fünf Frauen am Tisch in Ferns Küche, um zu beten. Durch ihr Erleben und ihre erhörten Gebete begannen sich weitere Gebetsgruppen zu bilden. Bereits am Ende des ersten Jahres war jede Schule im Distrikt mit einer Gruppe von betenden Müttern abgedeckt. Der neu entstandene Gebetsdienst erhielt einen Namen: "Moms in Touch" (heute: Moms in Prayer). Im Jahr 1988, nachdem Fern und dreizehn weitere Frauen in Dr. James Dobsons Radiosendung von "Moms in Touch" (heute: Moms in Prayer International) berichteten, erhielten sie Anrufe und Briefe von über 20 000 Müttern, die auch eine Gruppe anfangen wollten. Inzwischen ist die Gebetsbewegung in über 130 Ländern verbreitet.

Ingrid Giger - eine Schwedin lernt in Ägypten eine amerikanische Idee kennen und bringt sie mit nach Deutschland.

Mein Mann, unsere zwei Kinder und ich hatten das Vorrecht, fünf Jahre in Ägypten zu leben. Mein Mann hatte dort beruflich zu tun. Die Kinder besuchten die Deutsche Ev. Oberschule (DEO) in Kairo. Ich war u.a. damit beschäftigt, dafür zu sorgen, dass die Kinder in der Schule und in der Freizeit zurechtkamen.

Die Schulwelt war zum Teil auch meine Welt. Im Sommer 1989 bekam ich von einer Freundin ein Heft mit dem Titel Moms In Touch von Fern Nichols. Dazu ein Tonband über Gruppen von Müttern, die in einer Radiosendung von Focus On The Family mit viel Begeisterung über ihre Erfahrungen mit Gebet für ihre Kinder und deren Schulen erzählten. Von dem Inhalt dieses Hefts und dem Tonband war ich sehr beeindruckt. Ja, ich fand die Idee einmalig: Mütter verschiedener Denominationen treffen sich wöchentlich eine Stunde, um für ihre Kinder, deren Mitschüler, Lehrer, Schulleiter und für alles, was die Schule betrifft, zu beten.
Zu zweit fingen wir an, für die DEO zu beten.

Im darauf folgenden Jahr kehrte ich mit meiner Familie nach Deutschland zurück und mit mir diese Idee. Die Gebets-Stunde war zu einem festen Bestandteil meines Lebens geworden. Mein Wunsch war, dass es so bleiben würde. Der Herr schenkte, dass ich drei Frauen fand, die mitbeten wollten. Die ganze Zeit dachte ich: "Wenn wir nur die Idee an andere weitergeben könnten!" Aber wie? Im Februar 1992 schrieb ich der Präsidentin / Gründerin von "Moms In Touch International" (heute: Moms in Prayer International) und fragte, ob jemand das Heft in die deutsche Sprache übersetzt hätte. Das Heft war damals bereits in mehrere Sprachen übersetzt und gedruckt worden, zum Beispiel in Spanisch, Russisch, Rumänisch, Arabisch, Swaheli und Chinesisch. Die Antwort war: "Bis jetzt nicht. Wenn du es auf deinem Herz hast - möchtest du es nicht tun? Wir würden uns freuen."

Vielleicht war es gut, dass es mir nicht bewusst war, wie mangelhaft meine Kenntnisse in der deutschen Sprache waren. Zwei Mütter, Grundschullehrerinnen, korrigierten den Text. Es war ein langer Weg, gerade auch weil ich in zwei Fremdsprachen arbeitete. Im Frühsommer 1993 war es fertig und ich konnte das Manuskript der Zentrale in Kalifornien (San Diego)  schicken - in der Hoffnung, dass sie es drucken würden. Sie taten es nicht, sondern machten mir klar, dass es in Deutschland gedruckt werden sollte. Und dass jemand hier die Verantwortung übernehmen müsste.

Es war keine leichte Entscheidung, den Schritt im Glauben zu wagen, mich hinter diese Sache zu stellen. Ich wartete und hoffte, dass der Herr jemand beauftragen würde, der für diese große Aufgabe die nötige Qualifikation hat. Was mir half, diesen Schritt doch selbst zu tun, war die herzliche Begegnung beim 10-jährigen Jubiläum von Moms in Touch International (heute: Moms in Prayer International) in San Diego im Frühling 1994, und das anschließende Gespräch mit dem dortigen Vorstand. Zusammen suchten wir nach einer Lösung, wie die deutsche Übersetzung gedruckt, finanziert und verbreitet werden könnte. Ich war von der Großzügigkeit meiner amerikanischen Geschwister überwältigt und bekam dadurch Mut, die Arbeit "Mütter in Kontakt" (heute: Moms in Prayer) in Deutschland als meine Aufgabe zu übernehmen. Ich hielt mich an dem Wort von Paulus in 2. Korinther 12,9 fest: " ... denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig."

Dezember 1994 hatten wir das Heft und die Informations-Flyer gedruckt und konnten anfangen, Mütter für das Gebet zu gewinnen.

Im Sommer 2001 konnten wir einen Verein gründen, der vom Finanzamt als gemeinnützig anerkannt wurde - "Mütter in Kontakt e.V." (heute: Moms in Prayer International e.V.).


Wir haben noch einen sehr langen Weg vor uns, bis alle Schulen in Deutschland eine betende Gruppe Mütter hinter sich haben. Aber:

Der Langsamste, der sein Ziel nicht aus den Augen verliert, geht noch immer geschwinder als der, der ohne Ziel herumirrt.

Ingrid Giger

Gründerin "Mütter in Kontakt e.V." Deutschland
(heute: Moms in Prayer International e.V.)

 

P.S.: Die Keimzelle von "Mütter in Kontakt e.V." (heute: Moms in Prayer International e.V.) in Deutschland war übrigens in Schorndorf; wo Ingrid mit ihrer Familie bis zum Umzug nach Schweden gewohnt hat. Von dort aus wird Deutschland ganz langsam von Süd nach Nord von dem Gebetsnetz überzogen!

Im Mai 2015 konnte Moms in Prayer in Deutschland das 20-jährige Bestehen feiern. Seit März 2015 ist Sally Burke die Präsidentin von Moms in Prayer International, Fern Nichols ist weiterhin beratend dabei.

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Moms in Prayer International ist ein geschützter Name, lizenziert durch Moms in Prayer International in Kalifornien, USA